Danmarks Forsorgsmuseum
Vor 100 Jahren gab es in ganz Europa Tausende von Armenhäusern und Arbeitshäusern. In Svendborg befindet sich eines der letzten erhaltenen. 1872 öffnete das Armenhaus in Svendborg stolz seine Pforten als „Svendborg Købstads Arbejds- og Forsørgelsesanstalt“. Im Volksmund wurde es einfach nur Armenhaus genannt. Hier wurden die ärmsten und sozial am stärksten ausgegrenzten Bürger aufgenommen. Sie verloren ihre Bürgerrechte: das Wahlrecht, das Eigentumsrecht, das Sorgerecht für ihre Kinder und das Recht zu heiraten. Es wurde geprüft, ob sie der Bedürftigkeit würdig waren oder nicht. Die Würdigen mussten in der Wohlfahrtseinrichtung leben. Die Unwürdigen mussten im Arbeitshaus leben. Das Museum ist in den Gebäuden des ehemaligen Armenhauses untergebracht. Es besteht aus drei Flügeln mit guter Erreichbarkeit. Das Museum wurde renoviert und ist sehr gut zugänglich. Alle Etagen sind barrierefrei zugänglich, mit automatischen Türen und behindertengerechten Toiletten. In Dänemark leben schätzungsweise 150.000 Menschen, die versucht haben, außerhalb ihres Elternhauses untergebracht zu werden oder sich bereits in einer solchen Unterbringung befinden. Aktuell sind etwa 13.500 Kinder und Jugendliche außerhalb ihres Elternhauses untergebracht. Wie erlebt man den ersten Tag? Wie ist es, in einer solchen Einrichtung untergebracht zu sein? Was geschieht nach der Unterbringung? Diesen Fragen widmet sich die preisgekrönte Ausstellung „ANBRAGT“. Hier erzählen Kinder und Jugendliche verschiedener Generationen und Epochen – vom 19. Jahrhundert bis heute – von ihren Erfahrungen in Heimen und Pflegefamilien. „ANBRAGT“ besteht aus zwei Ausstellungen: einer für Jugendliche/Erwachsene und einer für Kinder von 8 bis 12 Jahren. Die Ausstellung befindet sich im 1. Stock des Sozialamts. Ein Aufzug führt dorthin. Am Museumseingang befindet sich ein Behindertenparkplatz. Dieser ist 60 Meter vom Haupteingang entfernt. Eine Begleitperson kann gegen Vorlage eines Begleitausweises kostenlos mitgebracht werden. Weitere Informationen zu den Zugangsbedingungen der verschiedenen Einrichtungen finden Sie weiter unten. Wir wünschen Ihnen einen spannenden Tag im Museum.
Rollstuhlfahrer, Geh-, Arm- und Handbehinderte, Sehbehinderte, Hörbehinderte, Asthmatiker und Allergiker, Geistig Behinderte, Legastheniker
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Hörbehinderte
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